Wer erinnert sich noch an Tamagotchi? Tamagotchi war ein japanisches Spielzeug-Ei, das vor über einem Jahrzehnt unsere Schulhöfe mit Gepiepse bevölkert hat. Es enthielt ein virtuelles Lebewesen in einer Plastikschale, das man immer schön füttern musste. Wenn man es nicht gefüttert hat, ist es gestorben.
Diese Idee wurde von Simone Lacher, einer Interactiondesign-Studentin der Zürcher Kunsthochschule in ihrer Diplomarbeit auf frische und raffinierte Art wieder aufgegriffen, mit dem Ziel, die Fettleibigkeit bei Jugendlichen zu bekämpfen. Das Tomodachi (jap. Freund) ist ein Interface-Konzept. Es besteht unter anderem aus einer Uhr, die von übergewichtigen Kindern am Handgelenk getragen wird. In der Uhr befindet sich ein “Avatar”, also ein virtuelles Lebewesen. Dieses muss bei Laune gehalten werden. Das Kind ‚füttert‘ den Avatar aber nicht mit Esswaren wie beim Tamagotchi, sondern mit seiner körperlichen Aktivität. Als Belohnung für die Bewegung offeriert der Avatar verschiedene Spielmöglichkeiten.

Mehr dazu: HGKZ: Tomodachi, Tomodachi-Konzept und Tomodachi im Exergaming Directory