David Allen ist der Moses der Selbstmanagement-Bewegung. Er ist vom Berg runtergestiegen und hat seine Gebotsammlung namens “Getting Things Done” verkündet. Es sind Verhaltensregeln für faule Säcke, die ihre Inbox nicht in den Griff kriegen. Darin behauptet er auch, dass die wahre Motivation für Sport in der Kostümierung liegt.
Wie viel öfter würde ich Joggen gehen, hätte ich einen so tollen Jogging-Anzug (Bild: BBC)
Allens Anhänger folgen ihm in quasi-religiöser Weise. Sie haben ihr ganzes Leben nach einem Flussdiagramm reorganisiert, sie beschriften Ablagen mit “action”, “hold” oder “tickler file”, sie notieren sich jeden Schritt, jede Bewegung, jede Handlung vor der Ausführung auf einer extra dafür vorgesehenen Liste, damit sie die Notiz nach der Ausführung wieder streichen können.
Ziel des Allenschen Kreuzzugs der Selbst-Organisation ist es ein mentaler Status zu erreichen, dem Nirwana ähnlich, in welchem man seinen Kopf völlig entleert hat und alle Informationen, Verpflichtungen, Arbeitsschritte auf einer Liste des Vertrauens notiert hat.
Natürlich hat der Guru der Selbst-Organisation auch eine Meinung dazu, wie man sein Fitness-Training gemacht kriegt. Es ist ganz einfach; man muss sich nur selber austricksen. Im Fall von Allen funktioniert das mit einem Kostüm:
“My best trick is costume - the clothing I put on or take off. If I put on exercixe gear, I’ll start to fell like exercising; if I don’t, I’m very likely to feel like doing something else.” (S. 86)
Ich habs probiert. Funktioniert nicht. Ich finde aber auch Fasnacht doof. Das Buch ist dennoch toll, mindestens so hilfreich, wie das Alte Testament. Aber nur kaufen, wenn du auf diesen Link klickst, sonst hab ich nichts davon.
















[…] ich liebe Ratgeber-Literatur. Ich selber habe kürzlich Getting Things Done gelesen, die aktuell meistbejubelte Offenbarung für organisationsfaule Menschen ohne Eigenantrieb. […]